Folge 71: Wunderakkus, Hyundai Santa Fe und Škoda Elroq RS

Folge 71: Wunderakkus, Hyundai Santa Fe und Škoda Elroq RS

Wundertechniken, Wunderakkus, Wunderdaten: Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch. Wir besprechen, warum die Forschung am Feststoffakku kein Projekt für „einsame Genies“ ist und warum manche Startups eher heiße Luft als E-Fuels verkaufen. Außerdem testet Clemens den neuen Skoda Elroq RS und Sebastian bereitet sich mit einem Koreaner im US-Format auf seinen Umzug nach Denver vor.

Clemens im Škoda Elroq RS

Clemens ist den neuen Skoda Elroq RS gefahren, einen kompakten SUV, der vor allem durch seine Ausgewogenheit besticht. Das „RS“ im Namen steht dabei weniger für radikalen Sport als vielmehr für eine sehr gute Ausstattung. Bemerkenswert ist die Tachoeinheit, die kaum größer als ein frühes iPhone ist, aber alle wichtigen Infos liefert. Im harten deutschen Winter zeigte sich jedoch die Kehrseite der Medaille: Bei -5°C und intensiver Batteriekonditionierung reichte die Nutzung von 80% auf 2% Ladestand gerade für rund 200 Kilometer auf der Autobahn. Trotzdem bleibt der Elroq ein „bemerkenswert rundes Paket“, das zeigt, warum der Volkswagen-Konzern bei E-Auto-Verkäufen in Europa aktuell führt.

Clemens bewegte den Škoda Elroq RS durch den tiefsten Winter.

Ein Stück Amerika in der Eifel

Für Sebastian steht im Juni der große Umzug nach Denver an. Passend dazu gab es einen Fahrzeugwechsel: Das Leasing des Tesla Model 3 ist beendet und die Rückgabe an die Tesla-Bank verlief (mit Ausnahme der Terminierung) überraschend unkompliziert. Als Übergangslösung dient nun ein Hyundai Santa Fe Vollhybrid. Der Wagen ist ein rollendes Platzversprechen mit flachem Ladeboden und genug Becherhaltern, um jeden Passagier mit einem Stanley Cup zu versorgen. Die perfekte Vorbereitung auf die USA. Und nach Jahren der „Autopilot“-Qualen in seinem Tesla, zeigt sich Sebastian über Hyundais „Highway Driving Assist“ sehr erfreut: Im Gegensatz zum Tesla-System glänzt der Hyundai durch die Abwesenheit von Phantombremsungen und ein deutlich stressfreieres Fahrgefühl.

In den USA ein echter Bestseller: Hyundai Santa Fe.

Hauptthema: Feststoffbatterien und Donuts – zu schön, um wahr zu sein

Hinweis zur Aktualität: Kurz nach der Aufnahme dieser Folge hat das „VTT Technical Research Centre of Finland“ im Auftrag des Unternehmens Donut Labs Testergebnisse des vermeintlichen Wunderakkus veröffentlicht. Diese Testergebnisse ändern nichts an unserer Einschätzung. Im Gegenteil: Sie spiegeln aus unserer Sicht eher die Eigenschaften eines Akkus mit NMC-Lithium-Ionen-Zellen wieder. Wir werden das in der nächsten Folge aufgreifen.

Im Hauptthema knöpfen wir uns aktuelle „Wunderversprechen“ der Tech-Welt vor. Das finnische Unternehmen Donut Lab verspricht zusammen mit dem Motorradhersteller Verge eine Maschine mit Feststoffakku, die 100.000 Ladezyklen schaffen soll. Ein Wert, der den aktuellen Stand der Forschung (ca. 1.500 bis 6.000 Zyklen) so dermaßen deklassiert, dass Physiker nur müde lächeln können. Wir diskutieren, warum technologische Durchbrüche heute fast nur noch durch Netzwerkeffekte und Kooperationen entstehen und nicht mehr – so romantisch diese Vorstellung auch ist – durch den einen genialen Erfinder im stillen Kämmerlein.

Ähnlich verhält es sich mit „AirCellar“ (von uns liebevoll „Air Seller“ getauft), die eine E-Fuel-Raffinerie für die heimische Garage versprechen. Was theoretisch physikalisch möglich ist, scheitert in der Praxis an der Skalierung und der wirtschaftlichen Realität eines Heimgeräts.

Zu schön um wahr zu sein?

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Fotos: Clemens Gleich, Sebastian Bauer, Hersteller

Ein Gedanke zu „Folge 71: Wunderakkus, Hyundai Santa Fe und Škoda Elroq RS

  1. Was hat Clemens da gemeint mit Radnabenantrieb, wenn gar keine Radnabe vorhanden ist? 😉
    Thema FSD: Ich war auch lange sehr skeptisch, als Tesla die Radarsensoren einsparte und auf VisionOnly setzte. Der technische Grund war ja auch, dass das Radarbild zu wenig Auflösung hatte um Bildverarbeitung zu nutzen. Wenn da 3 Systeme an Bord sind, und alle 3 Systeme haben unterschiedliche Entscheidungen generiert, welches bekommt den Vorzug?
    Die aktuellen FSD-Tests in Europa fand ich dann doch beeindruckend. und Xpeng macht wohl auch VisionOnly. also die Firma die auch VW mit Software beliefert, sowie Rivian.
    Eines ist klar, sollte das FSD wirklich die Zulassung bekommen, ist das brutal schnell skaliert, im Gegensatz zu den Waymo, die keine eigenen Autos bauen und für viel Geld aktuell noch Jaguars nachrüsten müssen.
    Ich bin gespannt, was da auf uns zukommt.

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