Folge 74: Chinas Autoindustrie, E-Zugfahrzeugsuche, USA-Umzug
Die diesjährige Messe „Auto China“ verursachte auch hierzulande ein riesiges Medienecho. Sollten wir Angst vor der chinesischen Autoindustrie haben? Was können wir von dort lernen? Und wie funktioniert die chinesische Industrie überhaupt? Darüber haben wir uns heute unterhalten. Außerdem sucht Clemens einen elektrischen Nachfolger für seinen treuen Günther und Sebastian kommt nun in die Finalphase seines USA-Umzugs.
Bewegt: Günther muss gehen, aber was kommt?
Der alte Mercedes S202 in Clemens‘ Haushalt muss auf absehbare Zeit abgelöst werden. Eine kurze Berechnung ergab: Selbst mit dem mittlerweile gegen Null tendierenden Wertverlust des alten Benz ist es bei einer Kilometerleistung von rund 15.000 km im Jahr sehr viel billiger, Elektroauto zu fahren als Benziner. Zum Kauf kommen nur Gebrauchte in Frage, aber viele frühe Elektroautos hatten keine Anhängerkupplung, was aber für einen S202-Ersatz alternativlos wäre. Wir diskutieren einige Kandidaten, die bei der Suche auftauchten und interessieren uns für eure Eingaben dazu: Was gibt es im Bereich ~15 KEUR mit etwas Platz und einer Anhängerkupplung für mindestens 500 kg Zuglast?


Wegbewegung: Sebastians letzte Folge aus Deutschland
Diese Folge ist unsere letzte nationale deutsche Folge. Sebastian kommt nun in die heiße Phase seines Umzugs in die USA. Die Räume werden leer, die Frage „brauche ich das eigentlich“ wird mit jedem Tag für jeden betrachteten Gegenstand einfacher: Das Meiste braucht man nicht. Auch die Motorräder sind schon weg oder kommen weg. Wer eine geleckte Triumph Street Triple 675 R haben will: melde dich! Oder eine luftgekühlte Ducati Monster 1100 mit ABS? Oder einen selten handlichen Fulldresser-Koffer-Racer mit der Honda Deauville „RR“ gefällig? Viel ist schon geschafft, aber jeder Umzug wird in der heißen Phase hektisch. Wir werden folglich im Juli pausieren. Ab August dann wird die Hupe zum transatlantisch-internationalen Podcast. Die alte Lotus Elise kann wahrscheinlich mit umziehen. Viele von euch haben sich auf den Aufruf mit guten Tipps gemeldet, dafür von uns noch einmal vielen Dank!



Hauptthema: Chinas Autoindustrie
In den Achtzigerjahren trieb sich Deutschland noch selbst mit dem Spruch „China überholt uns noch!“ an. Damals ging es im Reich der Mitte los mit dem wirtschaftlichen Aufstieg und Deutschlands damalige Leistungsgesellschaft nahm die Konkurrenz als Ansporn für eigene Verbesserungen. Mittlerweile sind wir in den meisten Bereichen überholt. Selbst bei unserem Stolz, den deutschen Autos, muss sich das chinesische Angebot nicht verstecken, sondern ist in einigen Bereichen sogar weiter entwickelt, zum Beispiel bei der Batteriezellentechnik. Die Entwicklungszyklen sind in China kürzer als bei uns, der chinesische Staat steht fest hinter seinen Autoherstellern und wo Europa sich mit umständlicher Nabelschau aufhält, finden die Fernostfirmen schnelle, pragmatische Lösungen. Das ist schon beeindruckend.
Auf der diesjährigen Messe „Auto China“ zeigte die mit Abstand größte Autoindustrie der Welt stolz ihre aktuelle Stärke: Extreme Ladeleistungen, luxuriöse Kabinen und viel Digitaltechnik bestimmten die Exponate. Zusätzlich zeigten Chinas Autobauern den internationalen Gästen ausgesuchte Teile ihrer hochautomatisierten Fertigung. Die „Dark Factories“ machten die Runde im deutschen Fernsehen. Wir sprechen über diesen faszinierenden Markt, was der aktuelle Stand für Europa bedeutet und ob die seit bald 10 Jahren immer wieder beschworene Schwemme günstiger Autos aus China nun endlich zu uns kommt.

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Bilder: Zeekr/Geely, Clemens Gleich, Sebastian Bauer

11 Kommentare zu „Folge 74: Chinas Autoindustrie, E-Zugfahrzeugsuche, USA-Umzug“
Moin zusammen,
wie wäre es denn mit einem ID.3 für Clemens? Die liegen im Budget und es gibt von Misterdotcom für 1350 + Einbau eine Nachrüstanhängerkupplung mit gebremst 1.500kg, ungebremst 750kg Anhängelast.
Das Angebot ist vielfältig inkl. unterschiedlichen Batteriegrößen/Reichweiten.
Zudem soll zum Herbst eine manuelle Vorkonditionierung per OTA ausgerollt werden.
VG
Moin moin,
ID.3 mit OTA klingt verlockend. PreHead wird nie kommen, wetten. AHK Nachrüstung kostet dann aber locker 1.5K, richtig?
Mein Eindruck:
Er hatte sich im podcast zwischen ETRON, MG und iPace. Alles KFZ die an der heißen Nadel gestrickt wurden und nach paar Jahren EOL (EndofLife) erreicht haben.
Wenn ich heute was zwischen 15-20K suchen würde, wäre dies die TOP3 der TÜV Modelle:
– Enyaq (#1 Quelle)
– i3 und upgrade auf neueste Akkutechnik (#2 Quelle)
Wenn neu, dann hörte ich gutes vom zeekr: (#3)
Quellen 1/2/3:
https://www.enyaq-forum.de/forum/thread/6370-enyaq-nur-platz-94-von-110-in-kategorie-erhebliche-m%C3%A4ngel-bei-1-hu/
https://elektronik-zeit.de/elektroauto-akku/modelle/bmw-i3-akku-pruefen/
https://www.chinaelektro.de/zeekr/
Gruß #Steckerbiker
Mein Fuhrpark (Lebenslauf)
https://medium.com/@r.ga/fuhrpark-c8ab19cfb43e
Enyaq käme auch in Frage, ich frag mich nur, ob der in die Garage passt. i3 habe ich keine AHK gefunden.
Ja, der Audi und der Jag kommen nicht in Frage. Ihr Preis liegt an ihren Problemen. Allerdings muss man sagen: ID.3 erste Generation hatte in meinem Umfeld mehr Ausfälle als diese beiden Fehlkonstruktionen.
Nachrüstung AHK für den ID.3 kannte ich noch nicht, danke!
Hi Clemens,
hattest Du mal überlegt ob eine Umrüstung für Günther in Frage kommt.
Gerade bei Spezialwünschen könnte hier vielleicht Lorey Maschinenbau (lorey-maschinenbau.de) weiterhelfen.
Ich liebäugele selbst damit meinen alten Clio umbauen zu lassen. Lohnt sich aber erst wenn ich PV auf dem Dach habe.
Viele Grüße und viel Glück für Sebastian Umzug
Rüdiger
Hi Rüdiger, ne, habe ich noch nicht, weil sich das glaube ich nie rechnen würde. Am Auto müsste dabei sehr viel gemacht werden und mit dem baujahrbedingten Rost ist eh fraglich, ob man das machen würde. Sowas wäre dann interessant gewesen, wenn man den Günther ins H-Kennzeichen gebracht hätte. Das haben wir ja auch mal überlegt (wären nur noch 3 Jahre, aber ist „fast schon zu spät“ für einen erhaltenswerten Zustand laut Werkstatt).
Servus Salve und Hallo,
ich hätte mir das mal IMO angeschaut:
https://www.tuev-verband.de/fileadmin/user_upload/Content_local/2025_TUEV-Verband_TUV-Report_2026_Praesentation.pdf
sowie diesen Hack: https://elektronik-zeit.de/elektroauto-akku/modelle/bmw-i3-akku-pruefen/
id.3 ist super – Enyaq ein Traum!
Zack – fertig – Gruß Rafa
Falls Clemens berechtigt sein sollte oder er zumindest jemanden mit entsprechendem Steuerbescheid an der Hand hat, wäre evtl. auch der Neukauf eines Citroën ë-C3 mit der „großen“ Batterie interessant. Hier käme man im besten Falle bei gut 17,5k € Kaufpreis raus. Bei voller Prämie dann noch bei 11,5k € nach Förderung. Für einen Neuwagen mit 550 kg Anhängelast ist das – ja, es ist ein Stellantis-Kfz, aber bei dem Kurs – echt eine Überlegung wert. (Beispielsweise via apl.de)
Wenn Kleinwagen grundsätzlich infrage kommen, wäre auch der e-Up interessant, hier gibt es ebenfalls (u.a. beim zuvor genannten misterdotcom) die möglichkeit legal 750kg zu ziehen.
LG und macht weiter so.
Die Kleinwagen sind dann doch zu klein. Minimum ist Kompaktklasse, weil wir viel transportieren. Daher auch die AHK.
Oder ein Geheimtipp aus der #freakshow von Tim Britlove:
Ralf Stockmann spricht von einer ENYAQ 85 Leasingrate i.H. von 62€/mtl – KRASS – naja mit Wartezeit – wenn kürzer dann doppelt soviel!
laut Quelle in TonWort+Schrift:
https://freakshow.fm/fs308-casual-punk#comments schrieb am 4. Juni 2026
„Das ist alles außer Stromkosten. Ich fahre aber auch sehr wenig, ca 5.000 km im Jahr. Entsprechend bin ich da im Leasing auch in der untersten Klasse, mehr Kilometer werden teurer im Leasing.
Händler hatte ich in Göttingen:
https://maps.app.goo.gl/7Bxj96J9HudaiuKHA
Und in Berlin:
https://maps.app.goo.gl/vLE9wDSUMzTn7ozu8
Ich fand beide sehr angenehm. Eher junge Typen, sehr entspannt, realistische Ansichten. Preislich hängen die im Wesentlichen an ihren zentralen Systemen/Vorgaben, da mag es individuell noch Verhandlungsspielraum geben aber das habe ich nicht ausgetestet da bin ich nicht so der Typ für.“
Leasing kommt für uns aufgrund des sehr landwirtschaftlichen Fahrzeugeinsatzes nicht in Frage. Aber danke für die interessanten Links.